Der Baustil dieses Gebäudes ist ein sogenannter „Hochstud“, eine alteuropäische Bauform. Mächtige Eichensäulen erstrecken sich vom Baugrund bis zum First und tragen die gesamte Gibelkonstruktion. Früher wurde in diesem Gebäude der Zehnte geteilt – eine jährliche Naturalsteuer, die den zehnten Teil des landwirtschaftlichen oder gewerblichen Ertrages umfasste. Ursprünglich wurde diese Abgabe ab dem 6. Jahrhundert von der Kirche gefordert. Ein Viertel des Zehnten gehörte dem Bischof, ein weiteres dem Pfarrer, ein Teil ging an die Armen und der letzte Anteil an den Kirchenschatz. Die Zehntenpflicht bestand bis Anfang des 19. Jahrhunderts. 1839 versteigerte der Kanton die „Zähnteschür“ an den Statthalter von Bettlach für 1'415 Franken. 1979 erwarb der „Zähnteschür-Verein“ das baufällige Gebäude für 45'000 Franken, mit dem Ziel, es zu renovieren und der Öffentlichkeit wieder zugänglich zu machen. Mit Unterstützung des Kantons, der Einwohner- und Bürgergemeinde sowie zahlreicher Gönner und Spender wurde das Gebäude für insgesamt 647'000 Franken renoviert. Heute dient die „Zähnteschür“ dem öffentlichen und kulturellen Leben der Gemeinde und ist mit ihrer historischen Pracht ein wahres Schmuckstück des Dorfes.
In der „Zähnteschür“ nutzen wir den Bereich nach dem Eingang für den Getränkeverkauf und natürlich den oberen Bereich mit der Bühne und den Sitzmöglichkeiten.
Hier geht es auf die Webseite:
http://www.zsbettlach.ch/



